Meine Almsammlung …

… erweitert sich, heute ging es auf die Feldlahnalm! Eigentlich meint man das wäre gar nicht so wild, weil nur 430 hm. Aber, es zieht sich, ein großer Teil des Weges liegt bei größer 10 %, 15 % sind sogar auch dabei.
Vor ein paar Tagen war ich so übermütig und bin mal mit dem Super Fully mit 29 Zoll vom Michael ohne Motor gefahren. Ich dachte der Motor macht gar nicht so viel aus, ich würde ja selber viel treten. Die Erkenntnis, nach Oberwössen habe ich schon einen sehr kleinen Gang gebraucht und fertig war ich trotzdem! Also, ich bleibe bei meinem BAFANG Motor, ohne könnte ich zwar nett in der Ebene fahren, aber auf den Berg mit 10 bis 15 % geht leider nicht mehr. Ist halt so und wird sich auch altersbedingt nicht mehr verbessern lassen. Wobei mir die KI sagt ich bräuchte eigentlich sowieso ein neues, besseres Rad😉:

Für Ihr Fahrprofil sind 45 Nm Drehmoment zu schwach. Sie werden sich an den Steigungen extrem anstrengen müssen. Warum 45 Nm für Sie nicht ausreichen:

  • Hohes Gesamtgewicht: 115 kg erfordern beim Anstieg massiven Schub.
  • Starke Steigung: 10 % bis 15 % Steigung sind sehr steil.
  • Lange Belastung: 700 Höhenmeter überhitzen schwache Motoren schnell.
  • Geringer Fahrspaß: Der Motor liefert zu wenig Unterstützung.

Die richtige Empfehlung für Sie:
Für echte Mountainbike-Touren unter diesen Bedingungen benötigen Sie einen kraftvollen Mittelmotor mit 75 bis 85 Nm Drehmoment.

Ich will aber nicht 5.000 € ausgeben! Mein Umbau hat ca. 500 €, das schon mit 720 Wh Akku gekostet, da gibt es halt dann auch Einschränkungen.

Auf der Feldlahn war es wunderschön, über Nacht war der Regen abgezogen und es wurde herrlich warm. Es war schon wieder ordentlich was los, die Feldlahn ist sehr beliebt bei Familien mit Kindern. Die Wanderung durch den Hammerergraben ist wunderbar zu laufen.
Auf der Alm habe ich mir natürlich Kaffee und Kuchen gegönnt. Für die Abfahrt bin ich inzwischen vorsichtiger geworden, ziehe mir eine Jacke und Handschuhe an. Wenn ich mal fliege, dann geht es wenigstens nicht gleich direkt auf die Haut und ich muss die Steine nicht aus den Fingern rauspflücken😉

Gut dass ich kein Influencer bin …

… und Kommentare aushalten muss. Könnte mir vorstellen, dass mancher sagen würde, schon wieder eine Radeltour!? Aber, was soll ich machen. Fliegen wäre heuer bisher für mich auch nicht der Hit gewesen, bleibt mir nur Radeln. Heute bin ich mal wieder auf meine Lieblingsalm, die ich nur wärmstens empfehlen kann, die Dahlsenalm gefahren. Es sind 470 hm, ein paar Stücke bei gut 15 %, sonst aber immer um die 10 bis 12 %, also gut machbar. Auf der Dahlsen trifft man auch noch viele Bioradler, die Schlechinger sind nämlich eher von der sportlichen Truppe. Ich war länger oben und habe den Erzählungen der Einheimischen gelauscht, war sehr kurzweilig. Und gegessen habe ich gut, selbstgemachten eingelegten Käse und danach noch einen super Kuchen und einen Kaffee dazu. Das alles noch zu mehr als anständigen Preisen, habe heuer noch keine vergleichbare Alm angefahren! Alles in allem ein wunderbarer Tag, ganz nach meinem Geschmack!

Unser ZOE …

… hat einen neuen Klimakompressor! Den alten hat es zerlegt, ist wohl eine Schwachstelle beim ZOE, sagt die AI:
“Beim Renault Zoe ZE50 (ZE135) ist ein fürchterlich brummendes Geräusch ein bekanntes und typisches Symptom. Da der Zoe eine hocheffiziente Wärmepumpe nutzt, übernimmt der elektrische Klimakompressor im Sommer das Kühlen und im Winter das Heizen des Innenraums sowie die Temperierung des Akkus.”

Der Kompressor hat nicht einmal ca. 1.000 Stunden gehalten, normal sind 3.000 bis 5.000 Stunden!

Das Ding bei Renault reparieren zu lassen ist uferlos teuer, das geht so weit, dass die Kosten über dem Zeitwert des Autos, ca. 10.000 €, liegen, krass! Wobei, momentan stabilisieren sich die Gebrauchtpreise wieder, vielleicht bekäme ich für meinen doch an die 13.000 € (6 Jahre, 50.000 km, Listenpreis damals 38.500 €, beste Ausstattung, 52 kWh Batterie und CCS inklusive. Mit Förderung, Rabatten von Renault und 7 % Mehrwersteuer hat er uns damals aber nur 25.500 € gekostet 🙂)? Werden ihn aber behalten, die Wertverluste werden von Jahr zu Jahr weniger. Die ersten 3 Jahre sind ja krass, da verliert ein E-Auto ca. 60 %.

Ich habe eine freie Werkstatt gefunden, die mir den selbst gekauften Kompressor bezahlbar eingebaut hat. Jetzt kühlt der ZOE wieder schön, ist ganz leise und verbraucht wieder weniger Strom! Ein Erkenntnis am Rande, ich habe den Kompressor gerade für 490 € gekauft, jetzt kostet er noch 350 €! Vielleicht sollte ich gleich einen auf Vorrat kaufen? 😉

Wahrscheinlich werde ich künftig spätestens sowieso alle 40.000 km den Kompressor tauschen müssen, irgendwie eine schlechte Konstruktion, aus Japan, das ist eigentlich nicht normal!? Aber immer noch besser wie das Auto verschrotten! Wir sind ja ansonsten mit dem ZOE sehr zufrieden!

Jedenfalls haben wir heute, um den Kompressor auch zu testen, eine nette Ausfahrt gemacht und zwar nach Bayrischzell. Da wollten wir mal hin um zu schauen, was aus dem renovierten Freischwimmbad geworden ist. Und wir waren begeistert, denn das Bad ist so toll geworden, wird sogar mit einer Wärmepumpe, gespeist aus Solarmodulen, beheizt! Wer mal in der Gegend ist, das Bad ist sehr zu empfehlen! Überhaupt ist Bayrischzell ein sehr netter Ort, schön zum Wandern und auch zum Mountainbiken! Einkehren kann man z.B. in der Bäckerei Butz, da gibt es auch den berühmten Kirschstreuselkuchen aus Frühling, den der Pfarrer Sonnleitner so liebt, den habe ich mir gegönnt!

Nachdem ich nicht mehr fliegen muss …

… und es heute nicht mehr ganz so heiß war, habe ich mich wieder an eine Ganztagesradeltour gemacht. Eigentlich wollte ich nur bis zur Klausenbergalm, aber als ich da oben war schien mir die etwas wenig für den Tag. Eingekehrt bin ich, ein Alkoholfreies geht immer, mit der Wirtin konnte ich mich nett unterhalten. Sie hat mir die ganze Alm gezeigt, die sie und ihr Mann die letzten Jahre in Eigenleistung hergerichtet haben. Die Alm ist jetzt komplett autark, hat das Dach voller PV-Module, einen genau so großen Speicher, nur für den Fall, der kaum vorkommt, ein Dieselaggregat. Eine eigene Quelle hat sie auch, diese wird natürlich regelmäßig geprüft. Die Wirtin sagte mir, dass es bei schönem Wetter super läuft, leider kommen dann manchmal aber auch zu viele Gäste, was zu größtem Stress führt. So ist das halt.
Mein zweites Ziel war der Wilde Kaiser und zwar das Kaiserbachtal hoch zur Fischbachalm. Ist eine Mautstraße, fährt sich mit dem Rad sehr angenehm und kostet damit auch nichts. Einsam ist man da oben nicht, aber jetzt während der Woche war es gut auszuhalten. Hatte einen netten Gesprächspartner, der war zufällig genau so alt wie ich, er kam vom Campingplatz in Kössen, wo sein Wohnmobil stand. Vor ein paar Jahren ist ihm die Frau gestorben, jetzt ist er leider alleine unterwegs. So kann es gehen, ist nicht selbstverständlich, dass man gemeinsam alt wird und dabei auch noch etwas unternehmen kann. So gesehen war ich mit dem Tag sehr zufrieden, habe ihn ziemlich ausgereizt mit 68,8 km und fast 1.000 hm.
Zum Ausklang habe ich mir heuer zum ersten Mal den Zeller See gegönnt, war sehr angenehm, allerdings fehlt halt inzwischen überall Wassernachschub. Am Wochenende soll endlich Regen kommen, hoffentlich kommt er wirklich.

Schwere Entscheidung …

… was soll ich mit dem schönen Wetter anfangen? Fliegen, eher nicht, da ist die Luft bei mir inzwischen etwas raus. Für Modellfliegen war das Wetter fast zu schade. Was bleibt: eine schöne Tour mit dem Rad!
Mit Komoot geplant wollte ich mal zur Frankenalm. Erst hoch zum Masererpass, dann rüber, grobe Richtung Taubensee. Irgendwie schaffe ich es jedoch noch nicht, Komoot genau zu verstehen, bzw. die Wegbeschreibung richtig zu lesen. Jedenfalls war es mir eigentlich deutlich zu steil und natürlich war auch ein Singletrail durch den Wald mit dabei. Ginge ja noch mit Schieben, aber am Einstieg und Ausstieg ein Stacheldrahtzaun zum Drüberheben! Mit E-Bike echt Mist, wobei ich meinen Akku und das Gepäck leicht wegbauen kann und somit beim Heben nur noch ein “fast normales” MTB bleibt. Aus dem Wald raus hat mir ein Wanderer geholfen, zu zweit war es leichter.
Nach dem Waldstück ging es erst mal runter, bevor der Endanstieg zur Frankenalm folgte. Die Alm ist nett gelegen, sehr gepflegt und es gab guten Kaffee mit Kuchen. Eigentlich hatte ich ja die Leberkässemmel vom Meineke dabei, die muss ich einfach mitnehmen, wenn ich durch Oberwössen fahre. Aber der Almbauer und seine Frau müssen auch leben, man freut sich, wenn es die bewirtschafteten Almen überhaupt noch gibt. Jedenfalls kann ich die Frankenalm empfehlen, teuer ist es halt leider inzwischen überall.
Eigentlich wollte ich nach der Alm noch ein Stück hoch und dann runter nach Oberwössen. Aber in Österreich gibt es manchmal Almbauern, die krass etwas gegen MTB-Radler haben, warum auch immer. Jedenfalls habe ich mir vom Frankenalmbauern sagen lassen, dass da wohl eine quasi Schleuse käme, die mit einem Rad schlicht nicht überwindbar ist. Krass! Aber ich habe trotzdem einen schönen Weg zurück gefunden. Zwar erst mal wieder runter und dann wieder hoch, aber gut zu fahren und natürlich teilweise auch zu schieben, geht halt nicht anders. Die Abfahrt nach Oberwössen runter dann ein Genuss, vorbei an den Klettermädels.
Insgesamt waren es 22,3 km mit 680 hm (330 Wh Akku verbraucht), wobei viele Abschnitte mit > 15 % dabei sind. In Summe sehr schön gewesen, aber die nächste Tour muss wieder etwas gemächlicher und altersgerechter werden!