Jochbergalmen …

… sehr schön, aber anstrengend. Eigentlich wollte ich ja nach meiner Kaiser-Tour weniger machen, aber die Jochbergalmen standen halt noch auf meiner diesjährigen Agenda.

Erst ging es Richtung Agergschwendt, dann aber geradeaus weiter zum Jochberg. Fast oben kommt noch mal ein ganz steiles Stück. Früher bin ich das ohne Motor gefahren, heute leider auch mit Motor nicht mehr. Problematisch für mich auch das letzte verblockte Stück, da hatte ich Angst, dass es mich hinhaut. Aber mal ein Stück schieben ist ja auch keine Schande.

Ich habe zudem festgestellt, dass ich für solche MTB-Touren die völlig falschen Reifen gekauft habe. Die haben nämlich einen Mittelsteg. Damit sind sie auf Asphalt schön leise, aber auf steinigem Untergrund greifen die seitlichen Stollen erst, wenn man bereits weggerutscht ist und auf der Schnauze liegt. Resümee: Ich bräuchte einen zweiten Laufrädersatz. Einen mit guten Straßenreifen und einen mit guten MTB-Reifen. Entweder ich lasse künftig so verblockte, bzw. schlechte Waldwege oder ich muss mir etwas einfallen lassen.

Auf dem Oberwidholzkaser war es jedenfalls wunderschön, die Temperatur sehr angenehm, eher auf der kühleren Seite. Eine gescheite Brotzeit, ein Brotzeitbrettl, habe ich mir natürlich gegönnt.

Die Abfahrt dann mit Umweg, denn die von mir geplante Route war wegen Holzfällarbeiten gesperrt. Leider bedeutete das zusätzliche Höhenmeter, sodass dann, ich konnte es kaum glauben, 1.070 hm zusammengekommen sind, Strecke nur 21,4 km, also eine echte MTB-Tour (Verbrauch “nur” 350 Wh). Wie Komoot den Höhengewinn rechnet ist mir nicht klar, denn wenn ich die Tour neu plane, dann wären es nur 920 hm, ist aber auch genug.

MTB-Radler ohne Motor sieht man fast gar keine mehr. Auf der Alm waren ausschließlich alle Räder motorisiert. Allerdings keines so läppisch wie meines, sondern alle mit Mittelmotor. Mit einem drehmomentgeregelten Motor ist es halt dann doch leichter zu fahren. Aber was soll’s, ich mach es ja zum Spaß, nicht, weil ich muss.

Was mache ich bei schönem Wetter …

… das ist nicht so leicht zu entscheiden. Heute mal noch nicht Fliegen, nicht Modellfliegen, nicht Garten, sondern Radeln! Wer hätte das gedacht? Wo ich immer schon mal hinwollte, zum Samerberg und dann die Runde über Rohrdorf, Neubeuern, Dandlbergalm und zurück nach Grainbach. Gestartet bin ich bei den Drachenfliegern, nicht oben am Berg, sondern natürlich unten am Landeplatz. Auf diesem Landeplatz bin ich selber oft gelandet, habe selbst das Fluggelände in den Siebzigern mit erschlossen, war etliche Jahre Vorstand von den Münchner Alpinen Drachenfliegern. Lange ist es her, aber die Erinnerungen sind noch präsent, logisch in meinem Alter.
Aber zur Tour. Von den Drachenfliegern ging es nach Törwang rauf und weiter zur Aussichtskapelle Obereck. Dann eine lange Abfahrt runter nach Rohrdorf. Stopp in Neubeuern, ist ein herrlicher Ort. Weiter zum Badesee von Neubeuern, Kaffeepause. Dann habe ich leider wieder nicht genau genug geschaut, sehr steil hoch auf einem teilweise eher schlecht befahrbaren Feldweg zum Dandlberg, bzw. nicht ganz hoch, weil ich natürlich auch nicht gecheckt habe, dass die Dandlbergalm Montag und Dienstag Ruhetag hat. Aber hatte ja Riegel dabei, so konnte ich mit genügend Kraft von Schilding, unterhalb der Hochries, gemütlich rüber nach Grainbach radeln. Die perfekte Erfrischung gab es dann im Naturmoorbad Samerberg. Gesamt war die Runde 24,8 km und dann doch 560 hm. 1,5 km, leider steil bis sehr steil, heißt > 15 %. Landschaftlich ist es am Samerberg wunderschön, kaum zu toppen!

Und noch eine neue Alm …

…die ich sehr empfehlen kann und zwar die Raineralm oberhalb des Walchsees! Sehr schön gelegen, gutes Essen und das auch noch mit anständigen Preisen. Der Weg immer schön schattig dem Weißenbach entlang, bis auf das letzte Stück nicht zu steil, gut fahrbar und wäre auch schön zum Laufen. Es waren einige Wanderer unterwegs. Von der Alm sieht man runter nach Kössen und rüber zum Unterberghorn. Ich bin von zu Hause aus los gefahren, da braucht es leider die Anfahrt zum Walchsee, bevor es dann richtig zur Alm hochgeht. Gesamt habe ich 52 km und 710 hm gesammelt, nicht viel aber auch nicht zu wenig. Abkühlung wie oft am Zellersee, wobei der gar nicht mehr so kalt ist. Ache ging heute nicht, die braucht ein paar Tage bis das Wasser nach Regen wieder klar wird. Morgen soll es ja kühler werden, wieder angenehmer für Radtouren und Wanderungen, mal schauen. Fliegen sollte ich auch mal wieder…

Heiß …

… aber so schön! Heute war ich auf der Bäckeralm, wieder eine neue Alm heuer. Liegt nicht so hoch (800 m), aber hat sehr knackige Rampen mit dabei, gehen sicher auf 17 gar 18 %. Da hilft bei meinem Rad nur Vollgas, treten so gut ich noch kann. Aber, hat geklappt auch wenn es eine Zeit gedauert hat, bis der Schweiß wieder getrocknet ist. Als Belohnung gab es wie immer ein alkoholfreies Weißbier und heute ein Käsebrot. Habe mich lang mit dem Almbauern, er ist so alt wie ich und schon lange Rentner, unterhalten, ich kenne jetzt seine ganze Lebensgeschichte! Die Alm gehört ja den Schwestern von Adelholzen. Für das Pflegen der Weiden und Hüten der Kühe gibt es gerade mal einen Minijob mit 500 € im Monat. Die Almbäurin kann sich mit der Bewirtschaftung etwas dazuverdienen. Reich wird man davon nicht. Aber die Beiden wollten noch mal eine sinnvolle Beschäftigung haben und machen das seit 4 Jahren gerne und aus freien Stücken, nicht weil sie zu wenig Rente hätten und arbeiten müssten.

Auf dem Rückweg bin ich mal nicht an den Zellersee, sonder an die Ache hinter dem Flugplatz. Da brauchst du keine Badehose und kannst dich in dem herrlich sauberen und kalten Wasser wunderbar herunterkühlen. Es geht nicht schöner!

Bei der Flugleitung, dem Philipp Kudelka, habe ich auch kurz vorbei geschaut. Zu beneiden sind die Schüler und Fluglehrer bei der Hitze nicht!

Alles in allem eine wunderbare Tour, trotz Hitze, waren 28,1 km und 350 hm, perfekt für so einen Tag! (Bei uns sind es ja nur 31 Grad, was würden wir bei 40 Grad machen?)

Mit einem gescheiten E-Bike wäre es kein Problem 😉

Und der Hitze zum Trotz …

… heute eine wunderschöne Tour auf die Rachlalm!

Nachfolgend nur aufklappen und lesen, wenn die Technik eines E-Bikes mit Hinterradmotor interressiert!

Nachdem ich jetzt die Leistungskurven eines bürstenlosen Motors endlich voll durchschaut habe, war diese Tour zwar mit viel Schweiß verbunden, aber lief ansonsten gar nicht so schlecht. Warum? Weil ich nur mit Stufe 2 von 9 unterstützt habe, was bei meiner Elektronik (KI gesteuert 😉) einer maximalen Geschwindigkeit von 10 km/h in der Ebene entspricht. Auf die Rachlalm geht es immer so mit 10 – 15, 16,17 %, ich schaffe da Geschwindigkeiten zwischen 6 und 10 km/h, Trittfrequenz so ca. 80/Min, Drehmoment des Motors dabei leider mickrige 45 Nm (normale MTBs haben heute 80, 100 oder sogar noch mehr).
Ja und somit ist die Unterstützungsstufe 2 scheinbar gut für den Antrieb! Ich lese eine Inputleistung von 300 – 400 W am Display ab, was auf den ersten Blick wenig erscheint, aber nachdem der Motor im angestrebten Lastbereich läuft, hat er natürlich noch einen relativ guten Wirkungsgrad, schätze so 70 – 80 %, und setzt von dieser Leistung also gar nicht so viel in Wärme um!
Resümee, die Unterstützung ist für mich noch ausreichend, aber ich verbrauche nicht zu viel Energie aus dem Akku und der Motor wird nicht heiß, das ist ja das eigentlich entscheidende Kriterium! Ich habe den Motor gefühlt, er hatte maximal so um die 30 – 40 Grad, super für diese Hitze, denke ich!
Übrigens, ein E-Bike mag es weder zu heiß noch zu kalt, hat halt seine Eigenheiten 😉

Die Tour 27,8 km, 470 hm und dabei auf dem Akku noch 70 %.

Auf der Alm war es sehr schön, habe mich ordentlich mit Kaspressknödel, alkoholfreiem Weißbier und als Nachspeise Johannisbeerstreuselkuchen, dazu Eiskaffee gestärkt, besser geht nicht!

Erfrischung gab es dann im Zellersee, nichts los, das Wasser angenehm kühl, auch nicht zu toppen!

Alles in allem ein perfekter Tag für mich!

Und das ohne Ärger, wobei es mich leider immer noch beschäftigt. Ich hätte schon viel früher aus diesem Verein austreten sollen, anstatt für diesen auch noch andauernd zu arbeiten und mein Geld reinzustecken! Die Vorstände seit 2019 konnten es allesamt nicht ertragen, dass ich so viel repariert und überhaupt gemacht habe. Witzigerweise haben sie jetzt eine ellenlange Aufgabenliste, aber wer schafft etwas davon?

Ein großer Teil der Tour verläuft im Schatten!