Bei Hochwassergefahr …

… ist meine Seite gefragt. 92 Besuche mit 375 Seitenansichten. Krieg ich zwar nichts dafür, aber freut mich trotzdem. An normalen Tagen habe ich so ca. 30 eindeutige Besucher, damit bin ich auch sehr zufrieden. Seit 2009 habe ich 1.438 Beiträge erstellt, schon verrückt?

Vorbei …

… auch dieses Jahr wird es kein Hochwasser mehr geben. Das letzte liegt jetzt schon wieder 9 Jahre zurück. Allerdings war es 2013 schon sehr heftig. Meine Erkenntnis aus den vergangenen Tagen, die Wettermodelle haben allesamt noch Schwächen. Vielleicht geht es auch mit allen Computern zusammen nicht besser das Wetter, zumindest kleinräumig, vorherzusagen. Was aber auf jeden Fall geht, ist die kurzfristige Vorhersage über ein paar Stunden. Die Satelliten liefern perfekte Werte dafür. Von einem Unwetter überraschen muss man sich heute, wie gerade leider auch in Österreich, nicht mehr lassen.

Auf dieser Webseite findet man auf einen Blick alle kommenden Unwettergefahren. Von Sturm, über Gewitter, Hagel, Starkregen, sogar Tornadogefahr. Diesen Link sollte man immer parat haben: Radar/Unwetter

Der Blick zurück und nach vorne:

Der Schwerpunkt …

… liegt wohl in Vorarlberg, Allgäu, Schwaben und Nordbayern. Für das Einzugsgebiet unserer Ache wurden die zu erwartenden Regensummen nach unten korrigiert. Wird sehr wahrscheinlich kein Hochwasser geben.

In Unterwössen bisher 12 l/qm in Grassau immerhin 33 l/qm.

Stand 18:16 Uhr schaut die Prognose so aus.

Wir dürfen uns nichts vormachen …

… wenn bei uns eine Extremwetterlage mit ca. 1200 m³/s Wassermenge (zum Vergleich 2013 waren es 966 m³/s) in der Ache käme, dann würde fast das ganze Achental im Wasser versinken. Lediglich Unterwössen ist durch die Hochwasserverbauung der Ache und des Wössner Baches größtenteils geschützt. Von Marquarstein abwärts bis zum Chiemsee würden praktisch alle Orte ordentlich Wasser abbekommen. Wir müssen also gar nicht nur zur Ahr schauen, auch bei uns könnte es unangenehm werden. Allerdings wäre der Ablauf deutlich sanfter. Aber schlimm wäre es trotzdem.
Übrigens, detaillierte Informationen gibt es neuerdings auf einer einheitlichen Webseite für Bayern und zwar des Bayerisches Landesamtes für Umwelt. Dort lässt sich für jeden Ort genau nachschauen wie gefährdet er bezüglich Hochwasser ist.

In Marquartstein läuft die Ache aus und verteilt sich dann bis zum Chiemsee, das bei Hochwasser extrem. Aber so unwahrscheinlich ist das mittlerweile nicht mehr.
Für den bebauten Teil von Unterwössen schaut es gar nicht so schlecht aus. Oberwössen hätte ein kleines Problem mit dem Wössner Bach und auch Neuschmied. Der Flugplatz ist sowieso immer Überflutungsgebiet. Von Schleching bis Marquartstein kann sich die Ache ausbreiten, dann kommt in Marquartstein der Engpass. Ab da würde die extrem hohe Ache nicht mehr ins Flussbett passen. 2013 stieg das Wasser genau bis zur Mauerkannte. Heißt, bis ca. 200 m³/s könnten auslaufen. Problem in Übersee der Bahndamm. Es gibt nur zwei relativ kleine Durchlässe, einmal in Übersee für den Überseer Bach und weiter östlich, wo die Straße zur Autobahn unter der Eisenbahn durch geht. 2013 war das auch schon das Nadelöhr. Da war hinterher keine Straße mehr da. Die Häuser im Zentrum von Übersee würden wahrscheinlich durch den Rückstau massiv unter Wasser stehen. Das könnte dann auch mal bis zum ersten Stock reichen.

Ohne Auslaufbauwerk …

… wäre es sehr eng für Unterwössen geworden. Wahrscheinlich wäre der Bach durch den Ort gelaufen. Aber, das Bauwerk macht seine Arbeit sehr gut:

Sehr interessant! Leider kam das Projekt zu spät! 2005 ist der Ort jämmerlich vom Wössner Bach überschwemmt worden! Seitdem aber nicht mehr, dank des Auslaufbauwerks!

Noch mal Nachschub …

aber hauptsächlich für den Wössner Bach. Regensumme heute Unterwössen 56 l/qm, Grassau 76 l/qm. Der Flugplatz ist gut davongekommen. Der Achepegel macht ein JoJo aber sinkt, der Maximalwert war so bei 4,40 Meter. Bei ca. 5 Meter würde die Ache überlaufen. Allerdings ist da die Wassermenge noch verhältnismäßig klein. Zum Vergleich: Jetzt hatten wir 400 m³/s, beim Hochwasser 2013 waren es sagenhafte 966 m³/s.
Eine Anmerkung: Der jetzt nur mit einem Bierkasten angebrachte Hochwasserschutz bei der FSGU würde wohl nichts nützen. Aber sollte wohl lustig sein, obwohl es das absolut nicht ist!
Absaufen tun die Gebäude leider auch von innen heraus. Das Grundwasser drückt hoch und muss abgepumpt werden. Dazu braucht es ein Mitglied das im Clubhaus bleibt und die Pumpe und das Notstromaggregat bedienen kann. Natürlich muss auch die Abdichtung nach außen sorgfälltig angebracht werden. Der Rüdiger Ettelbrück und ich haben sich viel Mühe gemacht die ganze Sache perfekt zu bauen. Sonst geht das Ganze wieder so aus. Aber es kommt bei der FSGU ja kein größeres Hochwasser mehr

Ache ist noch drin …

… und wird sehr wahrscheinlich auch nicht überlaufen. Hält sich um die 4 Meter, Kitzbühel und St. Johann bleiben auch konstant. Wieder mal Glück gehabt …