Kaiserrunde …

… wunderschön, aber für mich weit und hoch. Habe heute, zumal es ja auch wieder ziemlich warm war, meine Grenze ausgelotet. Irgendwie habe ich ein Highlight gebraucht. In Komoot habe ich mir die Runde um den Wilden und Zahmen Kaiser zurechtgeplant.
Gestartet bin ich beim Waldschwimmbad in Kössen. Da kann man gut parken und am Ende der Tour ist eine Abkühlung im Schwimmbad auch nicht verkehrt. Der Weg führt von Kössen aus sehr lange der Tiroler Ache entlang, wunderschön, nennt sich Flusserlebnisweg Großache. Von Erpfendorf dann auf schönen Wegen, auch in großen Teilen weiter der Ache entlang, nach Sankt Johann. Leider habe ich mich dann verfahren und bin ein Stück auf die Loferer Straße, die B 178, geraten. Auf so einer viel befahrenen Straße zu radeln, ist nicht lustig. Muss ich nächstes Mal besser machen. Beim Stanglwirt war ich dann wieder auf der geplanten Route und die führte schön durch den Wald und immer abseits der Straßen nach Going. Da habe ich mir eine Brotzeit gekauft, pausiert habe ich auf einer kühlen Bank im Wald, weiter ging es dann nach Ellmau. Nächster Wegpunkt Scheffau und dann südlich Söll zum Eiberg. Da gibt es eine landschaftlich sehr schöne Route runter nach Kufstein. Wobei runter, zwischendurch geht es auch wieder länger steil nach oben. Ist halt so, wo es runtergeht, muss es erst mal hochgehen. Die Innenstadt von Kufstein wird am Inn entlang komplett umfahren, kein Verkehr, schöne Aussichten, perfekt. Weiter am Inn entlang, bis fast nach Ebbs. Dann kommt noch mal ein langer heftiger Anstieg auf der Buchberger Straße hoch nach Durchholzen. Das zieht sich, denn man muss ja vom Inntal (475 m) hoch (691 m), bis es wieder zum Walchsee runtergeht. Am Walchsee, beim Bootsverleih, habe ich ein letztes Mal pausiert, bevor ich dann das letzte Stück runter nach Kössen angegangen bin. Insgesamt waren es letztlich gute 80 Kilometer, bei gut 800 Metern Höhengewinn, geht halt immer rauf und runter. Im Waldschwimmbad konnte ich mich dann herrlich runterkühlen, genau so hatte ich es geplant. Alles in allem eine sehr schöne Tour, für mich war es allerdings fast zu viel. Nächstes Mal muss ich wieder ein vernünftigeres Maß finden.

Noch zum Akku, habe mit einer Shelly Steckdose genau gemessen. Es ließen sich 548 Wh aus der Steckdose laden. Der Gesamtwirkungsgrad fürs Laden liegt bei ungefähr 75 %. Heißt, ich habe gute 400 Wh echt verbraucht. Die KI sagt mir, dass der rechnerische Verbrauch für diese Tour, mit meinem Heckmotor, bei 520 bis 720 Wh liegt. Wenn ich davon ausgehe, dass der Akku noch eine Kapazität von vielleicht 600 Wh hat, hätte ich noch gute Reserve für mindestens weitere 20 bis 30 km gehabt. Mit meinem eigenen Input kann ich dementsprechend auch zufrieden sein, da liege ich unter Eco.😉

Die Rad-Ladegeräte kann ich jetzt im Home Assistant steuern und überwachen, Shelly Steckdosen mit Schalter machen das möglich. So kann ich künftig auch gewährleisten, dass die Akkus nur mehr bis ca. 85 % geladen werden. Das erreiche ich, indem ich das Laden per Automation abschalte, wenn das Ladegerät von der Strombegrenzung auf Spannungsbegrenzung umschaltet, dann ist der Lithium-Akku nämlich bei 85 %, sagt mir die KI.

Was mache ich bei schönem Wetter …

… das ist nicht so leicht zu entscheiden. Heute mal noch nicht Fliegen, nicht Modellfliegen, nicht Garten, sondern Radeln! Wer hätte das gedacht? Wo ich immer schon mal hinwollte, zum Samerberg und dann die Runde über Rohrdorf, Neubeuern, Dandlbergalm und zurück nach Grainbach. Gestartet bin ich bei den Drachenfliegern, nicht oben am Berg, sondern natürlich unten am Landeplatz. Auf diesem Landeplatz bin ich selber oft gelandet, habe selbst das Fluggelände in den Siebzigern mit erschlossen, war etliche Jahre Vorstand von den Münchner Alpinen Drachenfliegern. Lange ist es her, aber die Erinnerungen sind noch präsent, logisch in meinem Alter.
Aber zur Tour. Von den Drachenfliegern ging es nach Törwang rauf und weiter zur Aussichtskapelle Obereck. Dann eine lange Abfahrt runter nach Rohrdorf. Stopp in Neubeuern, ist ein herrlicher Ort. Weiter zum Badesee von Neubeuern, Kaffeepause. Dann habe ich leider wieder nicht genau genug geschaut, sehr steil hoch auf einem teilweise eher schlecht befahrbaren Feldweg zum Dandlberg, bzw. nicht ganz hoch, weil ich natürlich auch nicht gecheckt habe, dass die Dandlbergalm Montag und Dienstag Ruhetag hat. Aber hatte ja Riegel dabei, so konnte ich mit genügend Kraft von Schilding, unterhalb der Hochries, gemütlich rüber nach Grainbach radeln. Die perfekte Erfrischung gab es dann im Naturmoorbad Samerberg. Gesamt war die Runde 24,8 km und dann doch 560 hm. 1,5 km, leider steil bis sehr steil, heißt > 15 %. Landschaftlich ist es am Samerberg wunderschön, kaum zu toppen!

So ein Pech …

… die LS8 der FSGU ist von ganz oben heruntergefallen. Von der Aufhängung, nicht vom Himmel! Da werden Erinnerungen zu den Flugzeugen von Wolfgang Lengauer und Günter Altendorf wach.
Die Andrea berichtet in ihrem Video (ganz am Schluss) darüber:

Zu dem Video passend mein Tipp!

Und Update 20.7. zu LS 8: Die LS 8 kann bei DG repariert werden, die Allianz bezahlt. Und noch der Grund warum sie heruntergefallen ist: Es hat sich über die letzten 15 Jahre schlicht die Mutter von der Gewindestange, an der die Rumpfhalterung hängt, immer weiter runtergedreht, bis sie halt schließlich ganz abgefallen ist. Es handelt sich also um keinen Defekt, sondern es hat schlicht nie jemand drauf geachtet, dass der LS 8 Rumpf vorne immer tiefer und tiefer hing, bevor er dann ganz herunter gefallen ist.

Wetterstation der MFG-Achental …

… repariert! Nachdem ich ja mein Engagement bei der FSGU habe beenden, ich dort natürlich auch all meine Elektronik habe abbauen müssen, bleiben mir glücklicherweise immer noch die Modellflieger bei der MFG-Achental. Auf dem Clubhausdach habe ich dort eine Wetterstation montiert, die lange fehlerfrei funktioniert hat, jetzt aber den Trichter für den Regensensor durch Sturm eingebüßt hat. Ja und der alte Mann schafft es immer noch hoch auf die Leiter und hat den Trichter heute so ersetzt, dass er auch nicht wieder davongeweht werden kann.
Diese Wetterstation wird übrigens auf vielen Webseiten und auf allen Rundumkameras angezeigt und verlinkt. Bei der MFG-Achental muss ich noch keine Strafe zahlen, wenn ich etwas repariere und Prügel werden mir deswegen schon gar keine angedroht 😉.

Ein Tipp …

… von mir, bezüglich erkennen von Kollisionssituationen mit Motorflugzeugen und Airlinern. Anlass dazu ist das letzte Video von Andrea Kellerer, in dem sie völlig entsetzt ist, dass ein A320 direkt vor ihrer Nase vorbeifliegt. Leider fliegen sowohl sie als auch der Airliner völlig legal in diesem Luftraum E, bleibt immer nur zu hoffen, dass der Airliner einen sieht und ausweicht. Was ja nur rein theoretisch ist, denn wie soll das bei 500 km/h Annäherungsgeschwindigkeit und der schlechten Sicht aus einem Düsencockpit funktionieren? Auf den Punkt gebracht, es ist reiner Zufall, ob es zu einer Kollision kommt oder glücklicherweise, fast immer, halt nicht.
Mögliche Verbesserungen:
Idealerweise baut man sich ein Flarm in Kombination mit ADS-B Empfang ein. Damit hat man Gleitschirmflieger, die haben inzwischen auch fast alle Flarm, Segelflieger, Motorflieger und Airliner auf einer Warnanzeige.
Eine sofortige Verbesserung bringt eine Webseite, die man im Flug mitlaufen lassen könnte. Diese Anzeige ist auch bei Motorsegler- oder UL-Flügen sehr wertvoll. Es werden nämlich alle Flugzeuge gezeigt, einzige Bedingung, sie müssen zumindest einen Transponder angeschaltet haben, diese werden dann per MLAT empfangen. Stellt man einen Höhenfilter z.B. bei 12.000 ft ein, dann sieht man nur die Flugzeuge, die überhaupt gefährlich werden können. Man kann es auch an der Farbe der Flugzeuge erkennen, nur Grün abwärts fliegt auf unserer Höhe. Normalerweise sind das ja auch gar nicht viele bzw. fast gar keine. Und für die Segelflieger kann es eigentlich nur um Innsbruck, neuerdings scheinbar auch südlich Salzburg passieren. In Innsbruck sind es aber keine Airliner, sondern meist Flugzeuge, die über den Brenner nach Süden oder Norden fliegen.

Schaut euch mal diese Webseite an!