Corona-Projekt!

Wegwerfen können der Hans und ich das Teil immer noch. Aber erst mal werde ich versuchen die ASW 20 mit Oldtimermotor wieder in die Luft zu bringen. Zeit ist ja momentan genug. Also, erst mal alle Gummiteile, Schläuche, Filter usw. ersetzen. Dann Vergaser, Zündkerzen, Batterien usw. Und das viele Gestänge wieder etwas aufhübschen. Unmittelbar erkennbare Schäden hat der Motor ja nicht, er ist bisher nur 75 Stunden gelaufen. Der Thomas Beck, auch schon wieder ein paar Jahre her, hat uns immer alles repariert. Wobei das Hauptproblem die Vibrationen waren. Immer wieder ist irgendwo was im Gestänge oder am Auspuff gerissen. Aber der Thomas konnte alles schweißen! Wichtig ist, dass der Propeller noch in Ordnung ist. Spätere Werknummern hatten nämlich das Problem, dass sich der FCKW freie Schaum im Inneren ausgedehnt hat und das Propellerprofil damit unbrauchbar wurde. Die Firma LTB Lindner hat inzwischen dankenswerterweise die Musterbetreuung für das Top übernommen. Dort werde ich den Motor dann vorführen und schauen, ob ich wieder eine Zulassung für das Teil bekomme.

Es gibt kein Zurück mehr!

Jetzt habe ich das Teil komplett zerlegt. Wahnsinn diese Konstruktion, so viele Teile! Aber, habe alles vorher fotografiert, wird spannend beim Zusammenbau. Bisher keine unlösbaren Aufgaben. Vergaser und Benzinpumpe gereinigt, überall Öl, sonst aber scheinbar in Ordnung. Morgen steht die Lackierung der vielen Gestänge an, natürlich mit temperaturbeständigem Lack, schön in Gold und Silber! Zehn Päckchen sind unterwegs!

Es geht vorwärts!

Schon komisch, immer noch keine Probleme. Das Top ist halt von vorne bis hinten noch solide (analoge) Handwerksarbeit, die gut nachvollziehbar ist. Habe inzwischen den Zenit überschritten, heißt bin jetzt schon voll wieder beim Zusammenbau. Die Lackiererei hat sehr gut geklappt, habe mir jetzt auch noch Klarlack über der Bronze geleistet, schaut gut aus. Muss jetzt noch auf ein paar Bestellungen warten, dann geht es ans Finish. Aber, so viel trau ich mir jetzt schon sagen, der Motor wird perfekt und er wird laufen wie ein Glöckchen!

Es wird!

Das Ende ist in Sicht, alles läuft nach Plan. Die neuen Benzinschläuche, Pumpe, Filter sind fast alle drin. Warte nur noch auf spezielle Schellen, dann kann ich fertig machen. Abschluss dann mit dem Gestängezusammenbau. Testlauf sobald ich den Hänger aus der Halle bekomme. Und der Termin bei LTB Lindner steht auch schon, am 7. April werde ich hoffentlich das ARC bekommen.

Habe einen interessanten Artikel gefunden, deckt sich mit meinen Erfahrungen.

Geschafft!

Und keine Teile sind übrig geblieben! Das Wartungshandbuch umfasst ganze 48 Punkte, die bearbeitet werden müssen!! Nachdem es laut IHP keinen Zeitablauf (früher 10 Jahre) mehr für die Grundüberholung gibt, habe ich alle vakanten Teile nach Zustand beurteilt. Laufzeit hat der Motor ja erst 75 Stunden, also weit weg von 300 Stunden für die Grundüberholung. Alle Gummi und Kunststoffteile, z.B. Schläuche und Membranen, waren gut zu ersetzen. Kugellager und Elektroteile wissen ja ohnehin nicht wann 10 Jahre um sind.
Eigentlich schade, dass ich schon fertig bin, ist eine befriedigende Arbeit. Aber auch schön, dass das Projekt (bis jetzt) gelungen ist. Es folgt erst mal ein Dichtigkeitstest, heißt ein Betankungs- und Enttankungsvorgang. Ist der Test o.k. dann muss das Top für die weiteren Aktionen auf den Rumpf geschraubt werden. Es muss sich zeigen, ob das Zusammenspiel mit den Einbauten im Flugzeug noch klappt. Elektrik, Ausfahren, Einfahren und schließlich Anlassen werden die nächsten Schritte sein. Bin gepannt, ob der Motor läuft und die nötige Leistung bringt…