Einfach genial …

… was der Benedikt Bursian in der Lage ist mit einer LS1, Index 101, zu fliegen!
In meiner Zwischenbilanz des AFZ kam er ja nicht vor, denn er ist Mitglied beim FSV Rosenheim, seine Heimat ist der Flugplatz Brannenburg. Also der Flug gestern, der war ja wieder so irre, das geht kaum zu beschreiben. Das Wetter hat in der Früh gar nicht so nach Fliegen ausgeschaut, wie es halt oft ist, wenn zwischen den Tiefs nur mal ein besserer Tag dabei ist. Aber die Idee der Profis ist dann erst mal entlang oder vor den Alpen zu fliegen und quasi abzuwarten bis die Basis für die Berge ausreichend angestiegen ist. Und der Benedikt ist nicht nur in die Berge rein geflogen, nein er war weit in der Schweiz am “Chrüzlipass” und hat sich dann gut bis zu den Dolomiten nach Lienz durchgeschlagen! Wenn man sein Barogramm anschaut, dann sieht man auch warum er so schnell ist (87 km/h mit einer LS1, Index 101 nicht Index >120!). Allerdings saß er auch knapp 10 Stunden im Flieger, muss man mögen bzw. überhaupt können. Für den Heimflug ist er dann nochmal zurück bis Sterzing, um den Olperer rum und fast hätte der Kufsteiner Hang noch gereicht um heim zu kommen. Alles in allem ein irrer Flug!
Die anderen Flüge gestern waren auch nicht verkehrt. Der Roland spult in bekannter Manier seine weiten Flüge ab, seine Routenwahl war halt nicht ganz so optimal, schreibt er selbst. Die Andrea und der Gert, neben Ute und Axel, Jana und Andreas, Anneliese und Oliver unser neues Fliegerpärchen, haben souverän den Starnberger See umrundet, auch eine nette Variante. Und unser Urgestein Holger fliegt gefühlt praktisch immer, das Wetter ist ihm ziemlich egal. Hauptsache es macht ihm Spaß und das tut es scheinbar immer wieder. Ja und der Axel V. hat jetzt noch seine 5 Platzrunden eingestellt, gut zu wissen, gibt aber leider keine Punkte.

Bild von Benedikt Bursian

Übrigens, in Frankreich ging es wohl auch sehr gut:
Der Fred in Puimoisson
Der Jan mit Gast in Serres la Bâtie

Wenn keine Dimona mehr …

… dann eben einen Falken, sogar mit Dreibein! Geht eh viel schöner zu landen. Der Übungsflug mit Lehrer LAPL(A) und LAPL(S), alle zwei Jahre, war fällig. Und wie immer die letzten Jahre hat sich der Daniel für mich alten Mann erbarmt. Aber, lief sehr gut, die Platzrunden in Schönberg perfekt und auch die Landung in Unterwössen kein Problem. Ich darf jetzt sogar die Falken alleine fliegen! Ich bedanke mich beim Daniel, er macht das sehr unaufgeregt und souverän, es macht Freude mit ihm zu fliegen!

Pribina Cup …

… Mathias Münch ist 2026 auch wieder dabei. Der Erfolg sehr bescheiden, mit seiner veralteten DG 800 kann er nichts reißen. Was wieder einmal zeigt, dass der Segelflugsport in der Spitze von sehr viel Geld geprägt wird. Die Club- und 15 Meter- Klasse sind spärlich besetzt, in der Offenen Klasse gibt es fast nur mehr Flugzeuge mit Motor, die heute in der Spitze an die 350.000 € kosten. Das ist kein Sport mehr für den “Normalbürger”.
Interessant welche Flugzeuge in der Clubklasse meist vorne sind, es ist die ASW 20 und die LS 3. Der Hans und ich haben letztes Jahr unsere ASW 20 an einen Wettbewerbspiloten nach Ungarn verkauft. Und in der 15 Meter Klasse beherrscht die LS 8 das Feld. Das erklärt die horrenden Preise, um die 70.000 €, die momentan für eine LS 8 verlangt werden. Ob sie dann wirklich bezahlt werden ist ja immer eine andere Frage.

Vier Segelflugzeuge …

… sind jetzt in kurzer Zeit bei der FSGU leider verkauft worden. Der Philip hat mit Fliegen aufgehört, hat seinen Lebensmittelpunkt nach Griechenland verlegt und seine LS7 nach Dänemark verkauft. Der Markus kann leider nicht mehr fliegen, sein Ventus b fliegt jetzt in Sterzing. Der Rainer kann auch nicht mehr fliegen, hat seine ASW19 verkauft. Ja und die ASW20L TOP von Hans und mir fliegt jetzt in Ungarn, östlich von Budapest in Hajdúszoboszló. Es ist nicht aufzuhalten, zumindest bei der FSGU wirkt sich die Demografie immer mehr aus. Die alten Piloten hören auf, junge kommen keine mehr nach. Selber bin ich (war) inzwischen das älteste noch fliegende Mitglied in der FSGU, mit 4 Jahren Abstand zum nächsten. Für die Dimona haben wir aktuell noch fünf (jetzt vier) Piloten, wovon einer aus beruflichen Gründen eher wenig fliegt. Den sehr wartungsintensiven Flieger zu finanzieren wird schwieriger werden. Glücklicherweise wirft die Halle jedes Jahr gutes Geld (wird aber auch weniger) ab, sodass wenigstens die Finanzierung der FSGU die nächsten Jahre kein Problem werden wird.