Und jetzt die FSGU-Story …

… die mich, leider bzw. Gott sei Dank, zum Austritt bewegt hat!

Also, im Herbst letzten Jahres bin ich mit der Dimona geflogen. Bei der Landung ging die Bremse sehr schlecht bis fast gar nicht. Eigentlich ging sie schon länger nur mäßig, auch die Wartung beim LTB und Entlüftungsversuche der Vorstände (sichtbares Zeichen, der Rumpf ist innen und außen völlig verklebt und der Hallenboden auch) haben nicht wirklich etwas gebracht. Da ich mich auskenne, schraube seit 1995 an dieser Dimona und nachdem ich auch als für die Wartung berechtigt im AMP eingetragen bin, habe ich mal selbst geschaut und probeweise die Gewindestange am Hauptbremszylinder 1-2 Millimeter nachgestellt, sodass die Bremse wieder griff, nicht gut, aber halt wieder so wie sie seit Jahren war.

Gleichzeitig habe ich den Vorstand von meiner Arbeit informiert und ihm folgende Mail geschrieben: „Irgendwie ist die Bremse komisch, im letzten Teil wird der Klappenhebel schwammig, gefühlt gibt irgend etwas nach. Da muss mal jemand ran, der sich auskennt. Nach der letzten LTB-Wartung ging die Bremse zwar besser, aber trotzdem auch nicht so, wie sie gehen sollte. Da ist immer noch etwas faul im Klappen-/Bremssystem.“

Antwort habe ich natürlich nicht bekommen, stattdessen wurde die Dimona sofort zum LTB geflogen und der Auftrag erteilt, dass mal genauer nach dem Brems-/Klappenmechanismus geschaut werden soll. In der Rechnung steht: „Bremsklappe falsch eingestellt“, was immer das bedeuten soll, denn die Bremsklappe war nicht falsch eingestellt, sondern hochgradig kaputt! Der LTB hat dann endlich wirklich mal genauer geschaut und festgestellt, dass der Klappenmechanismus wohl schon seit Jahren völlig kaputt war. Da war nix falsch eingestellt, sondern die ganze Anlenkung der Klappen war aus- und aufgearbeitet. In der Rechnung steht: „Buchsen angefertigt, Torsionswelle hat sich in GFK eingearbeitet“, „Einsetzen von Buchsen in der Torsionswelle“. Natürlich war die Reparatur sehr aufwändig, weil z.B. der Tank ausgebaut werden muss, damit man an das Gestänge überhaupt dran kommt.

Irgendwann kam die Dimona von der Reparatur zurück, Klappen gehen zwar nicht mehr weit raus, dafür funktioniert die Bremse jetzt gut, scheinbar also alles o.k. Lange Landung, dann gute Bremse, perfekt. Habe ich gedacht, aber leider war dem nicht so. Ein halbes Jahr später, jetzt im April, haben sich zwei Vorstände wohl überlegt, dass sich aus der Sache etwas machen ließe. Sie haben einfach so behauptet, die Reparatur wäre nur deshalb so teuer geworden, weil ich vorher die Bremse nachgestellt hätte. Darauf muss man erst mal kommen. Entsprechend haben sie mir eine Rechnung über 10 Stunden LTB-Arbeit geschickt, ich sollte demnach 990 €, genau die Hälfte der Rechnung bezahlen. Was ich natürlich abgelehnt habe, mit dem Hinweis, dass das seit Jahren total kaputte Klappengestänge wohl nichts mit der Bremseneinstellung zu tun haben kann. Außerdem hätte ich es gerne schriftlich vom LTB, dass durch meine Bremseneinstellung 10 Stunden Mehraufwand bei der Reparatur entstanden sind. Natürlich bestätigt der LTB das nicht, wäre ja völliger Blödsinn.

Am nächsten Tag dann ein Anruf von einem Vorstandsmitglied, er stünde ja selber nicht hinter der Sache, aber halt leider die anderen zwei und die würden, falls ich nicht bezahle, einen Vereinsausschluss bei der nächsten Hauptversammlung erwirken. Nur damit ich das weiß. Gut, ich habe natürlich geantwortet ich würde mich vor Gericht dagegen wehren usw., habe mich fürchterlich aufgeregt.

Wieder am nächsten Tag dann eine Mail, die Vorstände wären sich jetzt doch alle einig, dass die 990 € nun neu die Strafe dafür wären, dass ich die Dimona überhaupt angefasst hätte. Zahle ich nicht bliebe nur ein Vereinsausschluss. Aber, in dem Schreiben war auch das Angebot, dass ich alle Vereinsbeiträge für 2026 zurück bekomme und mir die komplette Strafe erlassen wird, wenn ich die FSGU freiwillig verlasse! Ja und dieses Angebot konnte ich mir dann nicht entgehen lassen. Geld zurück, Strafe erlassen, Nerven geschont und damit Lebenszeit gewonnen, drei äußerst glückliche FSGU-Vorstände, eine absolute Win-win-win-Situation!

Anmerkung: Seit längerer Zeit bin ich für die Vorstände ja schon nicht mehr der Manfred, sondern der „Achental-Misthaufen-Poet“. Diese Geschichte kommt auch noch.

Traunstein …

… ist wirklich eine nette, rausgeputzte, einladende Kreisstadt! Wir haben uns wieder mal den Lindlsonntag gegönnt. Der Markt mit Flohmarkt und offenen Geschäften hat gigantische Ausmaße und erstreckt sich über die gesamte Innenstadt. Das Wetter hat auch super gepasst, wir sind den ganzen Nachmittag flaniert. Eher zufällig sind wir in einem Japanischen Lokal gelandet. Wir waren begeistert von dem guten und dabei bezahlbaren Essen. Das Zhang Ramen ist eine absolute Empfehlung von uns!

Es ist so weit …

… ich habe das Mobbing in der Flugsportgruppe Unterwössen nicht mehr ausgehalten. Gestern bin ich ausgetreten. Jemand zu mobben, besonders im zunehmenden Alter, ist wohl ein beliebtes Hobby geworden, auch oder besonders in der FSGU. Ich könnte dagegen ankämpfen, das würde mich aber viel Kraft kosten und auch Lebensenergie, davon habe ich entsprechend meines Alters nicht mehr so viel. Es ist besser für mich die verbleibende Energie in die positiven Dinge des Lebens zu stecken, als mich an den Bosheiten des FSGU-Vorstandes aufzureiben. Die besten Geschichten, die mich zu diesem Entschluss gebracht haben, werde ich vielleicht noch erzählen, sie sind es einfach wert.

Pribina Cup …

… Mathias Münch ist 2026 auch wieder dabei. Der Erfolg sehr bescheiden, mit seiner veralteten DG 800 kann er nichts reißen. Was wieder einmal zeigt, dass der Segelflugsport in der Spitze von sehr viel Geld geprägt wird. Die Club- und 15 Meter- Klasse sind spärlich besetzt, in der Offenen Klasse gibt es fast nur mehr Flugzeuge mit Motor, die heute in der Spitze an die 300.000 € kosten. Das ist kein Sport mehr für den “Normalbürger”.
Interessant welche Flugzeuge in der Clubklasse meist vorne sind, es ist die ASW 20 und die LS 3. Der Hans und ich haben letztes Jahr unsere ASW 20 an einen Wettbewerbspiloten nach Ungarn verkauft. Und in der 15 Meter Klasse beherrscht die LS 8 das Feld. Das erklärt die horrenden Preise, um die 70.000 €, die momentan für eine LS 8 verlangt werden. Ob sie dann wirklich bezahlt werden ist ja immer eine andere Frage.