Die Sonne …

… liefert so viel Energie. Wir müssten sie noch viel mehr nutzen! Alleine meine läppische PV-Anlage mit 9,4 kWp erzeugt momentan 65 kWh pro Tag, im Juni bis jetzt schon wieder 600 kWh und im Jahr 2022 schon fast 5.000 kWh. Ein schöner PV-Tag reicht um 400 bis 500 km mit einem Elektroauto Auto zu fahren! Ziel wird sein müssen auf nahezu jedem Dach eine PV-Anlage zu haben. Und wir werden noch viele Windräder zusätzlich brauchen. Das Ziel irgendwann energiemäßig autark zu werden sollte erreichbar sein.

Die Welt vergessen …

… kann ich kurz, wenn ich z.B. auf’s Dach steige und die PV-Module putze. Was ja eigentlich nicht sein muss, nur die größten Hinterlassenschaften der Vögel sollten schon entfernt werden. Hat geklappt! Und bei genauen Hinschauen sieht man einen Gleitschirm über Unterwössen!

Solarpower gibt es jetzt schon wieder mächtig, knapp 50 kWh pro Tag. Damit könnte unser ZOE 400 km fahren, Kosten 5 €. Überschlagsmäßig liefert so eine PV-Anlage fast die benötigte Energie für ein ganzes Jahr. Heizung mit Wärmepumpe bräuchte ca. 7.500 kWh, blieben 3.000 kWh für Strom. Na ja, reicht nicht ganz, aber mit ein paar Modulen zusätzlich könnte es passen. Problem ist leider die fehlende Speichermöglichkeit.

Februar …

… und gibt schon wieder so viel Strom! Spitzenleistung mehr als 7 kW, Tagesertrag 33 kWh. Das Auto ist schon so voll, dass nichts mehr rein passt. Nachdem ich jetzt auch noch diverse Stromfresser eliminiert habe, sehe ich Strompreiserhöhungen gelassen entgegen. Wobei sich die Frage stellt, warum Ökostrom überhaupt teurer werden soll? Die Sonne scheint doch weiterhin gratis, gleiches gilt für Wind und Wasser!

Bilanz 2021 für PV und E-Auto:

Das Jahr 2021 war nicht ganz so gut wie 2020 hat aber immerhin auch wieder 10.284 kWh Strom aus Sonne gebracht. Besonders der Juni mit erzeugten 1.600 kWh war ein absoluter Sonnenmonat.
Von den 10.284 kWh habe ich 1.842 kWh selbst verbraucht, 8.442 kWh wurden eingespeist und mit 0,10 € vergütet.
Die Anlage kostet mich im Jahr 888 € (Abschreibung, Wartung, Versicherung), sie erbrachte 2021 einen Überschuss von 410 €. Bei 15.000 € Kapitaleinsatz macht das 2,7 % Rendite.

2022 muss ich versuchen noch mehr Strom selbst zu verbrauchen. Heißt, Wäsche machen oder Zoe laden, nur wenn Sonne scheint. Momentan zahle ich “nur” 27 Ct für eine kWh bezogenen Strom. Sollte ich eine Erhöhung bekommen, so wird die Rendite aus der PV Anlage besser. Eine selbst erzeugte kWh kostet mich ziemlich genau 10 Ct, das bleibt noch die nächsten 18 Jahre so.

Wer jetzt neu eine PV Anlage auf’s Dach baut kann praktisch keine Rendite mehr erwirtschaften. Die Preise für PV Analgen sind leider ca. 15 % gestiegen, nicht mehr gefallen wie die früheren Jahre, und die Einspeisung bringt gerade mal noch 7 Ct pro kWh, Tendenz weiter sinkend. Wenn die Regierung da nicht nachbessert schaut es schlecht mit dem privaten Zubau von Sonnenenergienutzung aus.

Der Zoe. Insgesamt geladen habe ich 1.324 kWh für ca. 9.000 gefahrene Kilometer. Davon 667 kWh zu Hause aus PV und aus dem Netz, 522 kWh aus Bezahlladestationen und 135 kWh aus geschenkten Ladungen. Zusammen macht das 388 € Stromkosten für die 9.000 km.
2021 waren allerdings an die 3.500 Kilometer eher Langstreckenurlaub dabei und damit auch etliche CCS-Schnellladungen, die immerhin inzwischen 0,52 € pro kWh (ADAC-Tarif) kosten. Ab diesem Jahr läuft unser Lademanager, der dafür sorgen wird, dass der Akku zu Hause nur noch mit Sonnenenergie geladen wird. Da kostet die Kilowattstunde dann nur 0,10 €.

Alles in allem sind das sehr erfreuliche Zahlen, die die Anschaffung eines E-Autos zusammen mit einer PV-Anlage als optimal erscheinen lassen. Man rettet damit natürlich nicht unmittelbar das Klima, aber der Weg hin zu regenerativer Energie ist der einzig mögliche Weg es überhaupt zu schaffen.

Da wollen wir hin …

unser Home Assistant kann schon sehr viel davon. Eine Bidirektionale Wallbox wäre natürlich genial. Aber der Weg ist noch weit. Die Wallboxen kosten momentan noch um die 10.000 €? Und die Autohersteller verbieten die Nutzung der Batterie als Speicher. Außerdem kann das CCS-Protokoll das bisher noch gar nicht. Die Zukunft wird aber sein, dass die Autobatterie als Speicher genutzt werden kann. Wir werden sehen …

Wir laden den Zoe zwar nicht umsonst, aber immerhin für nur 10 Ct pro kWh aus der PV-Anlage, das garantiert die nächsten 20 Jahre. Umsonst gibt es Strom momentan noch beim Aldi. Eine Stunde einkaufen und dafür 22 kWh Strom geschenkt. Der Zoe fährt damit deutlich über 100 Kilometer weit!

Unser Lademanager arbeitet perfekt!

Mein Michael hat das super programmiert. Sobald die Sonne hoch kommt und überschüssige Solarenergie zur Verfügung steht, wird die Ladung des Zoe gestartet. Würde der Herd eingeschaltet oder z.B. die Waschmaschine, dann wird der Ladestrom herunter geregelt oder die Ladung ganz unterbrochen. Es sind jetzt die kürzesten Tage des Jahres, trotzdem produziert die kleine Solaranlage 18,7 kWh pro Sonnentag, da kann man nicht meckern. Übers Jahr liefert die Anlage gute 10.000 kWh Energie. Davon verbrauchen wir ca. 2.500 kWh, inkl. Autoladen, selbst, der Rest wird zu 10 Cent/kWh ins Netz eingespeist. Gerade jetzt, wo die Strom und Benzinpreise steigen, ist die Kombination Solaranlage mit Elektroauto perfekt. Wobei, das ist natürlich schon eine Einschränkung, man sollte Rentner sein, damit man tagsüber sein Auto laden kann. Oder man hat viel Homeoffice und fährt nicht mit dem Auto zur Arbeit. Und, man braucht überhaupt ein verfügbares Dach.

Erzeugte Energie am 21. Dezember. Leider steht ab 13:00 Uhr der Berg im Weg. Aber es werden immer noch 18,7 kWh erzeugt.
Ladesteuerung für den Zoe. Steht genügend Solarenergie zur Verfügung kann er mit max. 3,5 kW geladen werden. Leider kann der Zoe ohne Umstecken nicht von 1-phasig auf 3-phasig umschalten, sonst könnten wir auch mal mit 5 oder 6 kW laden. Aber es reicht auch so. Das Auto ist ja meist nicht leer, braucht also nur einen Nachschlag. Bei 85 % schalten wir ohnehin ab, weil es besser für die Batterie ist.

Ein neues Projekt!

Ja, es wurde Zeit wieder was zu bauen. Mein Michael hat es angestoßen, natürlich war ich sofort dabei. Es geht darum den Ladevorgang unseres Zoe zu optimieren. Heißt laden nur, wenn die Solaranlage genügend Energie liefert. Die zentrale Steuereinheit ist dabei wieder mal ein Raspberry PI mit der Open Source Software “Home Assistant“.

Dieser Home Assistant muss mit diversen Informationen aus allen beteiligten Geräten versorgt werden:
Solaranlage STP8.0-3AV-40 932, wieviel Leistung steht aktuell von ihr zur Verfügung.
Powermeter Shelly 3EM, wieviel Leistung speisen wir gerade ins Netz ein bzw. wieviel beziehen wir.
Wallbox go-eCharger, sie wird angesteuert und startet mit berechneter Stromstärke den Ladevorgang.
E-Auto Zoe R135 Z.E. 50, gibt die Information wie weit der Akku schon geladen ist bzw. noch geladen werden muss.

Nach und nach haben wir es geschafft alle nötigen Geräte an den Home Assistant anzubinden. Eine erste Version läuft. Laden mit der nötigen Stromstärke geht schon mal, stoppen bei einem vorgegebenen Prozentwert der Ladung auch. Fehlt nur noch die Abdeckung der Sonderfälle. Diese Woche sollte das erledigt sein, dann wird nur noch sonnenoptimiert geladen!

Laden aus der Solaranlage bedeutet einen Strompreis von 10 Cent/kWh, so viel kostet der Strom vom Dach. Alles in allem, mit Ladeverlusten, verbrauche ich ca. 16 kWh/100km (24.600 kWh für bis jetzt 15.400 km = 16 kWh/100km). 100 km kosten mich also 1,60 €. Und je teurer Strom und Benzin werden, desto günstiger wird das im Verhältnis sogar noch. Mein Strompreis bleibt nämlich die nächsten 20 Jahre konstant bei 10 Cent, er kann nicht steigen.

Übersichtstableau Home Assistant. Zeige nur noch die relevanten Werte an.
Gibt nette Grafiken, die schön den Energiefluss zeigen.

Habe jetzt noch steuerbare Steckdosen bestellt, damit wird es möglich auch z.B. Waschmaschine oder Trockner primär nur zu betreiben, wenn Solarenergie zur Verfügung steht. Nachdem dieser Zwischenstecker auch messen kann, ist es möglich den Stromverbrauch diverser Geräte zu ermitteln und evtl. zu optimieren.