Heute mal wieder …

… eine gemeinsame Runde. Wir sind in Inzell beim Freibad gestartet, dann hoch an der Kesselalm vorbei zum Froschsee. Wobei dieser leider ausgetrocknet ist. Schon krass, das zu sehen. Nach einem kurzen Stopp dann weiter, zwar so mit 10 % den Berg hoch, aber dann eine wunderbare Abfahrt runter nach Ruhpolding, immer schön dem Windbach entlang. Leider war es inzwischen schon deutlich warm, deshalb haben wir Fahrt gehalten, um den Wind zur Kühlung zu nutzen. Der Weg nach Siegsdorf läuft immer schön abseits der Hauptstraße, mal leicht rauf und dann wieder runter. Ab Siegsdorf geht es dann auf dem Radweg und herrlich an der Traun entlang Richtung Inzell. Bei der Kneippanlage in Hammer haben wir eine Pause eingelegt, Brotzeit hatten wir dabei. Ausgangspunkt und Ziel war das Freibad in Inzell. Ein wunderbares Naturbad, das man wärmstens empfehlen kann! Alles in allem waren es knapp 30 km mit 320 hm, 200 Wh. Eine sehr schöne Tour mit einem herrlichen Bad als Finale!

Bescheuert …

… eigentlich wollte ich doch wieder bescheidenere Touren fahren. Aber was mache ich? Plage mich auf die Priener Hütte! Da war ich das letzte Mal 2004, als ich mich bei der Abfahrt hingelegt und mir dabei das Rückenmark irreversibel gequetscht habe. Ich war damals völlig euphorisch unterwegs Richtung Ottenalm, als mir eine Gruppe Mountainbiker entgegenkam, leider alle nebeneinander, sodass kein Platz mehr für mich war. Blöd und schreckhaft wie ich war, habe ich beide Bremsen voll gezogen. Auf dem felsigen Untergrund ein Fehler, hat mich aufgestellt wie ein Pferd und mit dem Kopf und Gesicht voraus habe ich mich in den Boden gerammt. Gab einen Freiflug mit dem Hubschrauber. Nach einer Stunde konnte ich langsam Arme und Beine wieder bewegen. Leider nicht mehr so wie vor dem Sturz. Einschränkungen sind mir bis heute, trotz Einbau eines Titan-Ersatzteiles, geblieben, diese werden im Alter leider auch nicht besser, sondern schlechter.

Aber jammern hilft auch nicht. Ich habe schon länger davon geträumt, mal wieder auf die Priener Hütte zu kommen. So bin ich heute am Golfplatz Walchsee gestartet und dann durch Rettenschöss auf der Mautstraße hoch zur Wandberghütte. Von da über Kuhweiden auf Singletrails, vorbei an der Ackeralm, rüber zum Forstweg, der von Sachrang hochkommt. Dort leider nochmal an die 20 %, die ich nur mit Schieben bewältigen konnte. Der Rest zur Priener Hütte dann wieder nicht so steiler Forstweg. Interessant, auf die Hütte verirren sich scheinbar fast nur Bioradler. Heißt, wer da oben ist, der will es wirklich sportlich. Auf der Hütte unterhalb des Geigelstein war es sehr schön, herrliche Aussicht zum Alpenhauptkamm und zum Wilden Kaiser, eine gute Brotzeit habe ich mir natürlich auch gegönnt.

Die Abfahrt runter nach Walchsee war zwar anspruchsvoll, weil teilweise schlechter, ausgewaschener Weg, aber mit entsprechender Vorsicht habe ich es diesmal gut hingekriegt. Eine Einkehr für Kaffee und Apfelstrudel habe ich mir in der Riederalm geleistet. Dort habe ich lange mit einem Pärchen aus Koblenz, etwa in meinem Alter, geratscht. Ich finde andere Lebensgeschichten immer sehr spannend.

Alles in allem 22,1 km bei 970 hm (kann sein, dass Komoot etwas übertreibt😏), schon ganz ordentlich. Vom Walchsee hoch sind es halt doch ein paar Höhenmeter mehr als von Sachrang, von wo aus man normalerweise hochfährt. Aber was ist schon normal? Entsprechend kaputt war ich, zumal heute wieder 29 Grad waren. Aber es sollen ja die nächsten Tage noch mehr werden, da bleibe ich dann lieber zu Hause …

Jochbergalmen …

… sehr schön, aber anstrengend. Eigentlich wollte ich ja nach meiner Kaiser-Tour weniger machen, aber die Jochbergalmen standen halt noch auf meiner diesjährigen Agenda.

Erst ging es Richtung Agergschwendt, dann aber geradeaus weiter zum Jochberg. Fast oben kommt noch mal ein ganz steiles Stück. Früher bin ich das ohne Motor gefahren, heute leider auch mit Motor nicht mehr. Problematisch für mich auch das letzte verblockte Stück, da hatte ich Angst, dass es mich hinhaut. Aber mal ein Stück schieben ist ja auch keine Schande.

Ich habe zudem festgestellt, dass ich für solche MTB-Touren die völlig falschen Reifen gekauft habe. Die haben nämlich einen Mittelsteg. Damit sind sie auf Asphalt schön leise, aber auf steinigem Untergrund greifen die seitlichen Stollen erst, wenn man bereits weggerutscht ist und auf der Schnauze liegt. Resümee: Ich bräuchte einen zweiten Laufrädersatz. Einen mit guten Straßenreifen und einen mit guten MTB-Reifen. Entweder ich lasse künftig so verblockte, bzw. schlechte Waldwege oder ich muss mir etwas einfallen lassen.

Auf dem Oberwidholzkaser war es jedenfalls wunderschön, die Temperatur sehr angenehm, eher auf der kühleren Seite. Eine gescheite Brotzeit, ein Brotzeitbrettl, habe ich mir natürlich gegönnt.

Die Abfahrt dann mit Umweg, denn die von mir geplante Route war wegen Holzfällarbeiten gesperrt. Leider bedeutete das zusätzliche Höhenmeter, sodass dann, ich konnte es kaum glauben, 1.070 hm zusammengekommen sind, Strecke nur 21,4 km, also eine echte MTB-Tour (Verbrauch “nur” 350 Wh). Wie Komoot den Höhengewinn rechnet ist mir nicht klar, denn wenn ich die Tour neu plane, dann wären es nur 920 hm, ist aber auch genug.

MTB-Radler ohne Motor sieht man fast gar keine mehr. Auf der Alm waren ausschließlich alle Räder motorisiert. Allerdings keines so läppisch wie meines, sondern alle mit Mittelmotor. Mit einem drehmomentgeregelten Motor ist es halt dann doch leichter zu fahren. Aber was soll’s, ich mach es ja zum Spaß, nicht, weil ich muss.

Motor …

… läuft wieder perfekt. Kleine 15 km Runde zur Minaruh und zum Flugplatz, alles gut!

Kaiserrunde …

… wunderschön, aber für mich weit und hoch. Habe heute, zumal es ja auch wieder ziemlich warm war, meine Grenze ausgelotet. Irgendwie habe ich ein Highlight gebraucht. In Komoot habe ich mir die Runde um den Wilden und Zahmen Kaiser zurechtgeplant.
Gestartet bin ich beim Waldschwimmbad in Kössen. Da kann man gut parken und am Ende der Tour ist eine Abkühlung im Schwimmbad auch nicht verkehrt. Der Weg führt von Kössen aus sehr lange der Tiroler Ache entlang, wunderschön, nennt sich Flusserlebnisweg Großache. Von Erpfendorf dann auf schönen Wegen, auch in großen Teilen weiter der Ache entlang, nach Sankt Johann. Leider habe ich mich dann verfahren und bin ein Stück auf die Loferer Straße, die B 178, geraten. Auf so einer viel befahrenen Straße zu radeln, ist nicht lustig. Muss ich nächstes Mal besser machen. Beim Stanglwirt war ich dann wieder auf der geplanten Route und die führte schön durch den Wald und immer abseits der Straßen nach Going. Da habe ich mir eine Brotzeit gekauft, pausiert habe ich auf einer kühlen Bank im Wald, weiter ging es dann nach Ellmau. Nächster Wegpunkt Scheffau und dann südlich Söll zum Eiberg. Da gibt es eine landschaftlich sehr schöne Route runter nach Kufstein. Wobei runter, zwischendurch geht es auch wieder länger steil nach oben. Ist halt so, wo es runtergeht, muss es erst mal hochgehen. Die Innenstadt von Kufstein wird am Inn entlang komplett umfahren, kein Verkehr, schöne Aussichten, perfekt. Weiter am Inn entlang, bis fast nach Ebbs. Dann kommt noch mal ein langer heftiger Anstieg auf der Buchberger Straße hoch nach Durchholzen. Das zieht sich, denn man muss ja vom Inntal (475 m) hoch (691 m), bis es wieder zum Walchsee runtergeht. Am Walchsee, beim Bootsverleih, habe ich ein letztes Mal pausiert, bevor ich dann das letzte Stück runter nach Kössen angegangen bin. Insgesamt waren es letztlich gute 80 Kilometer, bei gut 800 Metern Höhengewinn, geht halt immer rauf und runter. Im Waldschwimmbad konnte ich mich dann herrlich runterkühlen, genau so hatte ich es geplant. Alles in allem eine sehr schöne Tour, für mich war es allerdings fast zu viel. Nächstes Mal muss ich wieder ein vernünftigeres Maß finden.

Noch zum Akku, habe mit einer Shelly Steckdose genau gemessen. Es ließen sich 548 Wh aus der Steckdose laden. Der Gesamtwirkungsgrad fürs Laden liegt bei ungefähr 75 %. Heißt, ich habe gute 400 Wh echt verbraucht. Die KI sagt mir, dass der rechnerische Verbrauch für diese Tour, mit meinem Heckmotor, bei 520 bis 720 Wh liegt. Wenn ich davon ausgehe, dass der Akku noch eine Kapazität von vielleicht 600 Wh hat, hätte ich noch gute Reserve für mindestens weitere 20 bis 30 km gehabt. Mit meinem eigenen Input kann ich dementsprechend auch zufrieden sein, da liege ich unter Eco.😉

Die Rad-Ladegeräte kann ich jetzt im Home Assistant steuern und überwachen, Shelly Steckdosen mit Schalter machen das möglich. So kann ich künftig auch gewährleisten, dass die Akkus nur mehr bis ca. 85 % geladen werden. Das erreiche ich, indem ich das Laden per Automation abschalte, wenn das Ladegerät von der Strombegrenzung auf Spannungsbegrenzung umschaltet, dann ist der Lithium-Akku nämlich bei 85 %, sagt mir die KI.

Zu der Tour gibt es auch sehr viele Videos! Sie ist wirklich sehr empfehlenswert!