Zwischenbilanz …

… bzw. wie steht es 2026 mit der Streckenfliegerei in Unterwössen im Alpenflugzentrum. Ja, wie soll man das bewerten. Grundsätzlich sind die wirklich guten Tage sehr rar geworden. Nur die äußerst eifrigen Piloten schaffen es auch an scheinbar nicht so guten Tagen größere Strecken zu fliegen. Allerdings haben sie oft einen Motor dabei und scheuen sich nicht auch mal als “Motorsegler” unterwegs zu sein. Die großen Strecken kann man eigentlich sowieso nur noch mit Motor angehen, wobei es gute Ausnahmen gibt und diese fast ausschließlich in der Siemensgruppe (LS4, LS6, Discus, ASW20). Auch gibt es noch eine gute SB5, die fliegt aber in einer eigenen Liga.
Gesamt gibt es im AFZ noch an die 25 Streckenpiloten, viele davon müssen sich mit dem Horizont maximal zwischen Niederöblarn und Pinzgau begnügen. Eine Zeit lang kann das reizvoll sein, aber irgendwann ist das nicht mehr so spannend. Ein paar sind auch teilweise ausgewandert, z.B. nach Kufstein oder ganz nach Frankreich, nach Puimoisson oder Serres.
Bin gestern an der FSGU-Halle vorbei gefahren, da war es für mitte Mai ziemlich leer. Scheinbar gibt es nicht mehr genügend Nachfrage, um die Halle überhaupt noch voll zu bekommen. Gut, dass unsere FSGU-Admin-Andrea mit Hilfe der KI eine volle Halle herbeizaubern kann! Überhaupt scheint die Stimmung, laut der Webseite, bei der FSGU fantastisch zu sein. “Kommt mit Eurem eigenen Flugzeug zu uns, wir bieten sofort einen Hallenplatz und ein tolles Clubhaus mit Werkstatt!” 😉 (In der FSGU gab es tatsächlich Mitglieder, die das alles geschaffen haben. Die die jetzt das große Wort führen haben nichts, aber auch gar nichts geleistet! Nicht einmal finanziell!)

Das ist wohl mehr ein Wunschtraum, wäre schön, wenn das noch Realität wäre!

Wie wird es weitergehen? Na ja, das Wetter hat sich wohl verändert, früher gab es auch mal längere gut fliegbare Hochdrucklagen. Und die Piloten werden immer älter, viele haben aufgehört oder werden demnächst aufhören. Ein paar junge gibt es, diese vereinzelt bei den Traunsteinern, vielleicht noch bei Siemes, bei der FSGU gar nicht mehr. Wenn man zur DASSU schaut, dann verlagert sich auch dort die Schulung sehr stark Richtung Motorsegler und UL. Ein Anreiz, man kann mit 15 Stunden den Motorseglerschein machen und dann die Einweisung auf UL. Auch wenn es meist etwas mehr Stunden werden, so ist das doch eine “relativ” preisgünstige Möglichkeit (geschätzt so gut 5.000 bis 6.000 €) zu einem UL-Schein zu kommen (was kosten Flugscheine heute). Jedenfalls ist das der Hauptgrund für die momentan guten Umsätze bei der DASSU. Sie kann aktuell drei Motorsegler und zwei UL sehr gut auslasten!
Wie wird es mit der Segelfliegerei im AFZ und der DASSU weitergehen?